So wird der Fliegenpilz getrocknet für´s Microdosing

Historisch betrachtet wird Amanita muscaria, besser bekannt als Fliegenpilz, schon seit einer Ewigkeit als berauschende Pflanze für Zeremonien Rituale genutzt. Richtig spannend wurde es, als man das enorme Heilpotenzial des Fliegenpilzes entdeckte. Fortan wurde er nicht mehr nur im Schamanismus und der Religion eingesetzt, sondern auch als Medizin angewandt! Ganz unabhängig davon, wofür man ihn nutzen wollte – zuerst musste der Fliegenpilz getrocknet werden, dann konnte man ihn essen. Was verbirgt sich dahinter? 

Fliegenpilz trocknen 

Fliegenpilz wird auch heute noch grundsätzlich getrocknet, bevor man ihn für die Mikrodosierung verwendet. Die meisten Nutzer greifen dazu auf Fliegenpilz Pulver zurück oder brühen einen Tee aus getrockneten Fliegenpilz-Kappen auf. Durch das Fliegenpilz Trocknen, auch Decarboxylierung genannt, kann der Fliegenpilz überhaupt erst sicher für die Mikrodosierung genutzt werden, ohne Nebenwirkungen zu verursachen.

Altes Wissen zum Fliegenpilz

Wusstest du, dass Amanita muscaria in der Vergangenheit auch für ganz andere Zwecke genutzt wurde? Jahrhundertelang strich man Hauswände mit einem Fliegenpilz-Brei an, um lästige Insekten fernzuhalten. In einigen nordischen Ländern wurde eine Tinktur aus  Fliegenpilzen Alkohol hergestellt, die Prellungen und Quetschungen linderte. Unzählige Überlieferungen belegen die wichtige Rolle, die Amanita muscaria im Leben der Menschen spielte und auch weiterhin spielt.

Der Fliegenpilz liebt Wälder mit dichtem Bewuchs, idealerweise Nadelbäumen und einen sauren Boden. Dort gedeiht er prächtig und nicht selten in großer Zahl. Die Erntezeit der meisten Pilze beginnt im Spätsommer und zieht sich bis zum Ende Herbstes, so auch die des Fliegenpilzes. Dies ist die ideale Zeitspanne, um selbst auf die Suche nach dem Heilpilz zu gehen und sich Vorrat anzulegen. 

Wie funktioniert das Fliegenpilz Trocknen?

Ist der Fliegenpilz getrocknet, hat ein Umwandlungsprozess stattgefunden, bei dem ein Großteil der im Pilz enthaltenen Ibotensäure in Muscimol verwandelt wird. Diese Umwandlung ist der wichtigste Grund für das Trocknen, da es Amanita muscaria ungiftig macht und seine positive Fliegenpilz Wirkung entstehen lässt.

Am besten trocknest du den Fliegenpilz bei einer Temperatur von etwa 45 bis 55 Grad, damit die Reaktion der oben beschriebenen Art stattfinden kann. Wenn du den Fliegenpilz im Backofen trocknen möchtest, ist es wichtig, ein modernes Gerät zu verwenden, das eine konstante Temperatur gewährleisten kann. So kannst du ein Durchgaren oder Verbrennen deiner Amanitas vermeiden. Außerdem solltest du die Ofentür minimal öffnen, damit die Feuchtigkeit, welche die Pilzen abgeben, entweichen kann.

Eine andere Möglichkeit ist, den Fliegenpilz während des Sommers unter dem Dach oder in der kalten Jahreszeit über dem Kamin aufzuhängen. Diese Methoden dauern zwar ein bisschen länger, dafür wird der Fliegenpilz aber nicht zu heiß und seine Wirkstoffe bleiben erhalten.

Ein wichtiger Punkt: Die Lagerung

Nach dem Trocknen lagert man die knusprigen Fliegenpilz-Hüte in einer luftdichten Dose oder in einem verschraubbaren Glas. Durch die trockene Lagerung an einem dunklen Ort wie dem Küchenschrank bleibt Amanita muscaria knackig und ist deutlich länger haltbar.Achte unbedingt auch darauf, den direkten Kontakt des getrockneten Pilzes mit Metallen zu vermeiden. Diese könnten die chemische Zusammensetzung des Fliegenpilzes negativ beeinträchtigen.

Wenn du weder Zeit noch Lust hast, dich mit dem Fliegenpilz trocknen auseinanderzusetzen, kannst du natürlich auch ganz einfach Fliegenpilz kaufen, um stets genügend Vorräte für dein Fliegenpilz Microdosing daheim zu haben.